So viele Risikogebiete in ganz Europa. Wie soll man da den Überblick behalten?

Ob ein Land Risikogebiet ist, richtet sich nun ganz nach den Infektionszahlen. Wird die Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten, gilt das Land oder die Region als Risikogebiet und gleichzeitig wird darauf eine Reisewarnung ausgesprochen.
Das bedeutet tatsächlich aber nicht, dass es verboten ist in das Land einzureisen, sondern soll lediglich die Hemmschwelle zur Überwindung anheben. 
Vorteil: Bei Risikogebieten können wir stornieren. Doch verläuft die Stornierung so einfach wie gewohnt? In den Zeiten hat sich gezeigt, dass es oft mit Mühe und viel Geduld verbunden ist, bis das Geld wieder aufs eigene Konto gelangt oder eine andere Lösung für beide Parteien gefunden wurde.

Nichtsdestotrotz gibt es Einreisebeschränkungen. Entweder kann der Flugbetrieb in das Land nicht durchgeführt werden oder das Land hat für sich entschieden, niemandem von außerhalb, die Einreise zu gestatten.
Oft werden auch negative Covid-19 Tests als Bedingung zur Erlaubnis der Einreise verlangt oder, weniger aufwendig, es müssen Online-Formulare ausgefüllt werden, woraufhin der Reisende einen QR-Code erhält. Letzteres klingt komplizierter, als es letztendlich ist.

Was nun, wenn ich schon vor Ort bin und mein Reiseland zum Risikogebiet wird?

Im Moment gilt die Regel, dass der Reisende sich innerhalb von 48 Stunden vor oder nach der Rückkehr in Deutschland auf Corona testen lassen muss. Ab dem 8.November soll es wieder neue Regeln geben: Dann wird eine zehn tägige Quarantäne verhangen für diejenigen, die ohne triftigen Grund ausgereist sind. Also eine weitere Hemmschwelle. 
Aktuelle Risikogebiete findet Ihr auf der Seite vom Robert-Koch-Institut.

Also sollte ich bevorzugt innerhalb Deutschlands reisen? 

Das Reisen in Deutschland war bis Ende des Sommers weniger ein Problem. Nun da die Regionen einzeln als Risikogebiete bestimmt werden, verkompliziert sich leider alles. Jedes Bundesland vertritt eigene Umgangsregeln mit der Situation. Manche Regionen sind mit einer Sperrstunde belastet und und und. 
Immerhin greift das Beherbergungsverbot nicht mehr. Mit Ausnahme in: Hamburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt.
Am besten der Reisende wählt vorab eine Wunschdestination und recherchiert dann ausführlich über die Einreisebestimmungen und Corona-Regeln vor Ort. Es kann keine Internetseite geben, die einem die perfekte Übersicht über alles liefert. In dem Fall sind die Länder und Regionen, ebenso wie die Menschen, sehr individuell und legen die, in ihren Augen, angebrachtesten Maßnahmen fest. 
Bei Tourismus Wegweiser gibt es eine Übersicht zu den einzelnen Bundesländern in Deutschland und dessen relevanten Regelungen.
Doch die Situation sollte nicht mit solch großer Negativität betrachtet werden, wie bislang. Damit ist nicht gesagt, dass die wirtschaftliche Situation im Moment nicht katastrophal ist, sondern, dass neben den negativen Aspekten, die positiven öfter hervorgebracht werden sollten.
Auch wenn das Reisen Innerdeutschlands mit Hürden verbunden ist, ist immerhin der große Schrecken des Beherbergungsverbotes wieder fast vollständig aufgehoben und der Besuch von Familien und Freunden ist in den meisten Fällen gestattet. 

Also wieso nicht ein verlängertes Wochenende mit einem Besuch, der fernen Familie verbringen? Oder weiter die Schönheiten Deutschlands entdecken, selbst für Wasserfälle ist keine Reise nach Asien notwendig. Na gut, das Wetter ist vielleicht nicht so sonnenreich, wie im Süden, aber der goldene Herbst hat einen ganz eigenen Charme, bei dem der Sommer nicht mithalten kann. Vor allem können wir endlich nachhaltig Reisen, was wir sonst häufig mit Rechtfertigungen an uns selbst vertagen: „Fernreisen sind so toll und außergewöhnlich.“ „Nächstes Jahr nehme ich mir mehr Zeit und reise mit dem Bus anstatt mit dem Flugzeug.“ Ausreden adieu. 
Bei Reisen innerhalb Deutschlands sind Fahrtwege mit Auto oder Bus zu verschmerzen und die sonst so gestressten Deutschen, haben endlich keinen Grund mehr unter Zeitdruck zu stehen. Morgen wird die Pandemie leider nicht vorbei sein, also kann die ein oder andere Arbeit doch auch mal liegen bleiben. 
Generell sind Fahrten mit dem Auto oder für Gruppen mit dem Bus zu bevorzugen, da ein Privatraum entsteht, welcher in Bahn und Flugzeug nicht möglich ist, einzuräumen.

Wenn Euch also nun die Sehnsucht danach ruft, endlich nachhaltig zu reisen, dem schlechten Gewissen entgegen zu wirken und sich auf ins Abenteuer zu begeben auf der Suche nach Deutschlands exotischen Wasserfällen. Den Koffer befüllt mit Regenjacke und Gummistiefeln. Dann informiert Euch vorab ausführlich über Euer gewünschtes Reiseziel, so dass einer tollen Reise keine unerwarteten Überraschungen dazwischen kommen. 
Wenn man dann am Ende mit etwas Abstand auf die Reise mit Sicherheitsabstand zurückblickt, wird diese auch nicht so schlimm gewesen sein, wie man es sich vorab vorgestellt hatte. Die Erinnerungen werden schöne und erzählenswerte sein.

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